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Sommer-Abend-Musik Erndtebrück
20.6.2026

So an die 100 Zuhörerinnen und Zuhörer konnten der Erndtebrücker Kirchenchor, der CVJM-Posaunenchor Erndtebrück/Oberndorf und Organistin Esther Graf am Samstagabend in der evangelischen Kirche begrüßen zur „Sommer – Abend – Musik“ im besten Sinne dieser Wortwahl.
Chorlieder, Bläserstücke und Texte zu den Themen „Sommer“ und „Abend“ in lockerer Folge versetzten die Zuhörerschaft in die dem fast längsten Abend des Jahres entsprechende Stimmung.
Nach dem Eröffnungsstück des Posaunenchors mit dem Titel „Zur Feier des Tages“ und dem „Lobsinget Gott dem Herrn“ des Kirchenchores wurde der Mai nochmal gefeiert mit „Kuckuck“ im Calypso-Rhythmus, „Die beste Zeit im Jahr“ nach Martin Luther und dem gemeinsam gesungenen und gespielten „Wie lieblich ist der Maien“. Dabei gelang es mit der von Strophe zu Strophe sich steigernden Zahl der musizierenden Gruppen eine Spannung zu erzeugen, die sich im Laufe des Abends bei „Geh' aus mein Herz“ und „Bleib' bei mir, Herr“ noch zweimal wiederholte.
Besonders interessant waren dann die Variationen für Orgel zum Sommerlied von Paul Gerhardt, in denen man den Kuckuck rufen, die Wachtel schlagen und Blitz und Donner deutlich hören konnte, und Orgelvariationen mit allerlei versteckten bekannten Kanon-Melodien.
Bei den Abendliedern durfte „Noch hinter Berges Rande…“ von Rudolf Alexander Schröder und Christian Lahusen nicht fehlen. Und natürlich „Der Mond ist aufgegangen“ mit verschiedene Sätzen für Posaunenchor und gemeinsamem Gesang mit Orgelbegleitung.
Da hatte dann auch der deutliche Hinweis auf den Dichter Mathias Claudius seinen Platz. Der hat nämlich nicht nur freundliche Abend- und Erntedanklieder geschrieben, sondern auch das Gedicht „'s ist Krieg, und ich begehre, nicht schuld daran zu sein“ mit der Schlußstrophe „Doch Friede schaffen, Fried' im Land' und Meere: Das wäre Freude nun! Ihr Fürsten, ach! wenn's irgend möglich wäre!! Was könnt Ihr Größer‘s tun?
„Rückblick“ und eine Choralfantasie für Bläser von Anne Weckesser durften nicht fehlen und Chorlieder aus Schweden auch nicht.
Und schließlich klang der Abend aus bei Speise und Trank auf der Kirchenwiese. Auch hier war man war zu Gast beim Kirchenchor. Bei phantastischem Wetter ließen es sich die meisten Mitwirkenden und Zuhörenden nicht nehmen noch an die zwei Stunden zusammenzusitzen und den Abend und die Gemeinschaft zu genießen. Darunter waren natürlich auch Erhard Weber und Helmut Krumm, die sich das Ganze mit den Chören überlegt und einstudiert hatten.
Helmut Krumm

